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Riva del Garda | Museum


In der Festung in Riva del Garda, einer mittelalterlichen Burg*, die sich im See spiegelt, hat das MAG Museo Alto Garda von Riva seinen Sitz. Dieses Museum wartet mit drei ständigen Ausstellungen sowie Bereichen, die Wanderausstellungen vorbehalten sind, und INvento, einem Rundgang und Workshop für Kinder und Familien, auf.
Das Museum MAG Museo Alto Garda umfasst das Museum in Riva del Garda, am Ufer des Sees, und die städtische Kunstgalerie G. Segantini in Arco, am Fuße der Burg, die das Sarcatal dominiert.

La Rocca, esterno


Museo Riva del Garda__


Riva del Garda
 


In der Pinakothek können Sie Landschaftsmalereien jener Maler bewundern, die im 19. Jh. von der herrlichen Natur des Gardagebiets fasziniert waren, sowie Werke von Künstlern wie Pietro Ricchi, Vincenzo Vela und Francesco Hayez.

Die archäologische Abteilung gewidmet und präsentiert die berühmten Statuenmenhire, wertvolle, international bedeutende Fundstücke aus der Kupferzeit.

Beim Rundgang durch die der
Geschichte gewidmeten Räume wird den Besuchern die Vergangenheit von Riva del Garda und des unteren Sarcatals vor Augen geführt, die von verschiedenen Herrschaftsepochen geprägt war, u. a. der der Scaliger, der Visconti und der Venezianer, bis zum Goldenen Zeitalter, in dem Riva zum Urlaubsziel für illustre Gäste avancierte, darunter Thomas Mann und Franz Kafka, und zu den Ereignisse des Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Zu den dauerhaft gestalteten Museumsbereichen gesellen sich im Lauf des Jahrs vorübergehende Ausstellungen, die sowohl detailliertere Informationen zu den Sammlungen als auch Einblicke in die Vision der Landschaft und die zeitgenössische Kunst bieten.

Mit dem Projekt 
INvento schuf das Museumdagegen einen Kindern und Familien gewidmeten Bereich zum spielerischen Lernen. INvento besteht aus einem Rundgang mit Workshop, der mit Lerninseln und kreativen Spielen gestaltet ist. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Materialien und Maltechniken auszuprobieren sowie sich auf eine lustige Schatzsuche zwischen den Werken der Sammlungen begeben.

Unverzichtbar im Rahmen des Museumsbesuchs ist die Besteigung des Hauptturms (Mastio) der Festung, der einen atemberaubenden Blick auf die
Ortschaft und den See offenbart.

Ein zauberhaftes Panorama genießen Sie auch von der Spitze des
Turms Torre Apponale, der einen kurzen Spaziergang durch die Altstadt vom Museum entfernt ist.
Seine erste Erwähnung geht auf das Jahr 1273 zurück. Der Historiker Baruffaldi meint, daß er "der Burgfried einer Festungsanlage war, die den Hafen verteidigen sollte". Vielleicht kam er zu seinem Namen, weil er über jenem Teile des Hafens stand, der "gegen Ponale" (eine Ortschaft) gewendet war. Ursprünglich war er niedriger und hatte ein ziemlich hohes Eingangstor; im Jahre 1552 wurde er verlängert. Er hat Höhe von 34 m und reicht 3-4 m unter die Erde. In ihm hängt die Gemeindeglocke, die 1532 gegossen wurde, um die alte, unbrauchbar gewordene Glocke zu ersetzen. Ursprünglich diente der Turm auch als Gefängnis und während des I. Weltkrieges als Beobachtungsstation. Auf seiner Spitze trägt er die Figur eines Engels, der ein Wahrzeichen Rivas geworden ist.



* Die "Rocca" (Burg)
Ihr Bau wurde 1124 vom Bischof Altmann angeordnet. In den alten Dokumenten wird sie castrum novum bezeichnet, um sie vom castrum vetus, das in einem anderen Teile Rivas stand, zu unterscheiden. Die Rocca galt als äußerst wichtig für die Verteidigung der Stadt und wurde daher im Laufe der Geschichte ständig verbessert und erneuert. Zunächst war sie Sitz des Bischofs und seines Hauptmanns, später, unter der österreichischen Herrschaft, diente sie als Kaserne. Ihre ursprüngliche Form ist wegen der zahlreichen Änderungen, die die Österreicher bei ihrer Umfunktionierung zur Kaserne anbrachten, unbekannt. Zur Zeit der Della Scala war sie wohl das perfekte Beispiel einer mittelalterlichen, ganz vom Wasser umgebenen Burgfestung wie die von Sirmione. Kürzlich vorgenommene Restaurierungen haben in ihrem Innern wertvolle Reste von Fresken, die auf die Zeit des Fürstbischofs Clesio (1514-1539) zurückgehen, ans Tageslicht gebracht.