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Claudio Verna. Farbe als Absolutes
MAG Riva del Garda, Museo
Bis Sonntag 10. Juni 2018
Eröffnung: Freitag, 6. April, 18:00 Uhr
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Claudio Verna, A 59, 1971, acrilico su tela, 140 x 180 cm, Mart, Collezione VAF-Stiftung (dettaglio)

In Zusammenarbeit mit dem Mart Museo di arte moderna e contemporanea di Trento e Rovereto

Kuratiert von Daniela Ferrari

Die Ausstellung Claudio Verna, Farbe als Absolutes setzt einen neuen Fokus auf das Thema Malerei und Farbe im Rahmen des mehrjährigen Projektes In Pinacoteca. Finestre sul contemporaneo (In der Pinakothek, Ausblicke auf die Zeitgenössische Kunst). Das Projekt wurde 2013 in Zusammenarbeit mit dem Mart ins Leben gerufen und wird von Daniela Ferrari kuratiert, die in den letzten Jahren in dieser Reihe bereits die Claudio Olivieri, Aldo Schmid, Luigi Senesi und Italo Bressan gewidmeten monografischen Ausstellungen verantwortete.

Claudio Verna wurde 1937 in Guardiagrele in der Provinz Chieti geboren und studierte zunächst in Umbrien um später in Florenz seine Ausbildung fortzusetzen. 1961 zog er nach Rom, wo er noch heute lebt und arbeitet. Seine rege Ausstellungstätigkeit lässt sich bis in die sechziger Jahre zurückverfolgen.
2010 erschien ein Verzeichnis seiner Werke, das von der Fondazione VAF gefördert wurde, in deren Sammlung eine wichtige Auswahl von Werken aus dem Schaffen des Künstlers enthalten ist. Diese sind  im Mart als Dauerleihgabe ausgestellt und verschaffen einen umfassenden Überblick über die künstlerische Arbeit Claudio Vernas, vor allem seine Beschäftigung mit Farbe und den unendlichen aus ihrer Anwendung resultierenden Ausdrucksmöglichkeiten.

Diese Kraft der Farbe ist das zentrale Element im Werk von Verna, dessen Arbeiten stets Gestalt annehmen, ohne dass ihnen ein vorher definierter Entwurf zugrunde liegt. Vielmehr entwickeln sie sich aus einer fortlaufenden Ergänzung und Schichtung von Farbpigmenten. Ausgang eines Gemäldes ist zunächst eine geradezu chromatische Anordnung von Farbtönen. Die fortschreitende Verwandlung erfolgt durch jene  Verschleierungen, die der Maler als „Marmorierung” bezeichnet. „Die leere Leinwand”, so schreibt er, „ist der virtuelle Raum, in dem alles möglich ist, der Treffpunkt von Emotion und Rationalität. Das Bild gewinnt an Bedeutung, wenn diese Komponenten eine unvorhergesehene und unvorhersehbare Synthese eingehen.”

In der Pinakothek des Museums von Riva del Garda werden vom 7. April bis 10. Juni 2018 neben den  aus dem Mart stammenden Werken auch Gemälde aus dem Besitz des Künstlers selbst und anderen Privatsammlungen ausgestellt. Die Auswahl zeigt Höhepunkte aus dem Werk von Claudio Verna und erlaubt einen vollständigen Blick auf die Evolution seiner Arbeit.